Schwabenblogger

Fri 31,March,2006 13/52

Fußball & Rassismus

Filed under: Fußball

Aus der heutigen taz in leicht veränderter Form (halt von der Online-version):

Regularien für den Urwald

Der Fußballweltverband Fifa geht mit einem entschlossenen Strafenkatalog gegen den Rassismus vor, der DFB wähnt sich vor der WM im eigenen Land als Vorreiter - und in deutschen Stadien werden trotzdem weiterhin afrikanische Spieler beschimpft

VON ANDREAS RÜTTENAUER

“Eigentlich muss man dem Spieler dankbar sein, dass er den Hitlergruß gezeigt hat.”

Martin Endemann, Sprecher des “Bündnisses aktiver Fußballfans” (Baff), einer Faninititiave, deren Hauptanliegen unter anderem die Bekämpfung des Rassismus in deutschen Stadien ist, muss derzeit viele Fragen beantworten. Hintergrund ist ein Vorfall vom vergangenen Wochenende: Beim Oberligaspiel zwischen dem Halleschen FC und Sachsen Leipzig wurde der Ghanaer Adebowale Ogungbure von den Rängen als “Bimbo” bezeichnet, Urwaldlaute schallten aus den Fanblocks. Als der Leipziger Profi den Platz verlassen wollte, wurde er getreten und geschlagen. Seine Reaktion: Er zeigte der Fankurve der Hallenser den Hitlergruß. Das brachte ihm ein inzwischen eingestelltes Ermittlungsverfahren wegen Zeigens verfassungsfeindlicher Symbole ein und dem Fall ein riesiges Echo in der Öffentlichkeit.

Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat am Mittwoch einen Bericht über die Vorfälle beim Nordostdeutschen Fußballverband angefordert und will gegebenenfalls reagieren. Endemann ist sicher, dass der DFB ohne das Medieninteresse am Fall Ogungbure gar nicht reagiert hätte. DFB-Sprecher Harald Stenger meint: “Wir wissen doch, dass die Fälle, die die öffentliche Diskussion bestimmen, insgesamt eine verschwindende Minderheit darstellen.” Doch der DFB weiß gar nicht, wie groß das Problem ist: Rassistische Exzesse werden nicht zentral erfasst. Wahrscheinlich gebe es auch gar nicht viel zu erfassen, meint Endemann: “Was nicht in den Spielberichtsbogen der Schiedsrichter und Schiedsrichterbeobachter steht, hat nicht stattgefunden.”

Ein Urteil des Sportgerichts vom Januar diesen Jahres ist einzigartig in dieser Hinsicht. Zweitligist Energie Cottbus wurde zur Zahlung von 20.000 Euro verurteilt, unter anderem weil es zugelassen worden war, dass Cottbusser Fans beim Spiel gegen Dynamo Dresden im Stadion ein Transparent hochhielten, auf dem in großen Lettern das Wort Jude zu lesen war. Gegnerische Fans als Juden zu bezeichnen, ist, so Endemann, nicht unüblich in vielen Stadien. Geldbußen würden nicht viel bewirken, meint er. Ihm gefällt, was der Fußballweltverband Fifa kürzlich beschlossen hat. Wenn den Vereinen bei Fehlverhalten ihrer Fans sogar Punktabzug drohe, dann müssten sie sich endlich mit dem Thema Rassismus auseinander setzen. Dass es nach DFB-Satzung bereits möglich ist, Vereine derart zu bestrafen, wusste auch Endemann nicht. DFB-Sprecher Stenger brauchte gar zwei Tage, um den richtigen Paragrafen ausfindig zu machen. In der Rechts- und Verfahrensordnung heißt es: “Eines unsportlichen Verhaltens (…) macht sich insbesondere schuldig, wer sich fremdenfeindlich, rassistisch, politisch, extremistisch, obszön anstößig oder provokativ beleidigend verhält.” Und das kann mit der Aberkennung von Punkten und Zwangsabstieg bestraft werden. “Sie sehen, der DFB ist auch hier wieder einmal Vorreiter”, so Stenger. Richtig harte Strafen wurden bislang nur über Vereine aus den untersten Ligen verhängt, vor allem wenn ethnische Konflikte in handfeste Auseinandersetzungen mündeten.

Doch die Bundesliga ist durchaus nicht sauber. Urwaldlaute und rassistische Beschimpfungen gehören zum Alltag auf den Stehrängen. “Zick, zack - Zigeunerpack!”: HSV-Fans verschafften sich kürzlich mit Schmähgesängen gegen Uefa-Cup-Gegner Rapid Bukarest via Fernsehen bundesweit Gehör. Den Fernsehkommentatoren waren diese Ausfälle zunächst ebenso wenig einen Kommentar wert wie den Verantwortlichen des HSV. “Da fehlt einfach das Bewusstsein”, meint Martin Endemann.

Im Bundesinnenministerium glaubt man nicht, die Weltmeisterschaft könnte unter rassistischen Exzessen leiden. Bei der WM-Sicherheitskonferenz, die derzeit in Berlin stattfindet, werde das Thema eher am Rande verhandelt, so Ministeriumssprecher Christian Sachs. Rassismus werde bei der WM keine große Rolle spielen. Der Hitlergruß eventuell schon. Mit Hilfe der britischen Sicherheitsorgane soll den englischen Fans klar gemacht werden, dass das Zeigen des Hitlergrußes auf der Tribüne hierzulande “nicht unter britischer Humor eingeordnet” (Sachs), sondern strafrechtlich verfolgt wird.

taz vom 31.3.2006, S. 19, 141 Z. (TAZ-Bericht), ANDREAS RÜTTENAUER

In der Papierausgabe(oder wie nennt ma’s? grübel) stehen noch interessante Berichte über die internationalen Probleme, im speziellen Italien, Spanien und England

Thu 30,March,2006 13/52

Kristallkugel Hertha oder “Unter den Blinden”

Filed under: VfB

Mal wieder ausm VfB-Forum:

Tja nun, nachdem ich das Kügele zur Überholung gegeben habe, hoffe ich, daß mich das gläserne Lügenmaul künftig etwas weniger schamlos übers Ohr haut, wie in jüngster Vergangenheit. Schaumermal. Hoffemers.

Nach dem besonders effektiven Trainingslager (Babbel:”Die Karten wurden neu gemischt!”), nutzt der hochmotivierte VfB den Nachmittag vor dem Spiel zu ausgiebigem Sightseeing. Der “Aleks”, “Unter den Blinden”, der “Brandenburger Tor” (Stolpe)u.ä. werden besucht. Babbel wird von der Vereinsführung, zwecks Vorbereitung auf künftige Interviews, zum Beten in die “Gedächtniskirche” geschickt.

Unmittelbar vor dem Spiel kommt es zum Smalltalk zwischen den beiden Trainern. Der stilsichere Falko Götz (Armani), empfiehlt Armin Veh (Armini) seinen Friseur und weist das Augsburger Landei auch sonst auf den einen oder anderen stilistischen Fauxpas hin.

4. Minute Die beiden UEFA-Cup Anwärter belauern sich bisher gegenseitig. Ein beherzter Vorstoß von Hinkel zur Mittellinie, endet mit einem sicheren Zuspiel auf den wiederhergestellten Hildebrandt. Der VfB wirkt sehr sicher. Das, im eigenen Sechzehner aufgezogene, Kurzpaßspiel, wirkt abgeklärt und nährt die internationalen Ambitionen der Mannschaft.

12. Minute Tiffert, als Berliner besonders motiviert, setzt den heute wieder entschlossen um seinen Stammplatz kämpfenden Gerber ein. Ein ums andere Mal überrascht der Außenverteidiger sein Berliner Gegenüber durch seine unkonventionelle Technik.

17. Minute Das diesmal von Anfang an eingesetzte „Dampfhämmerle“ des VfB Stuttgart kommt an der Strafraumgrenze in große Verlegenheit. Der Ball rollt an. Wohin damit? Ein in tiefe Melancholie versunkener Balljunge an der rechten Eckfahne, muß seine Unaufmerksamkeit bitter büßen. Der anschließende Krankenhausbesuch des „Hämmerles“ in der Charité bringt dem VfB jedenfalls bundesweit Sympathiepunkte ein.

25.Minute Ein beherzter Vorstoß von Friedrich zur Mittellinie, endet mit einem sicheren Zuspiel auf Fiedler. Der gnadenlose Konkurrenzkampf der beiden deutschen WM-Außenverteidiger verschlägt dem Publikum den Atem. Ach herrje, könnte Klinsmann doch beide nominieren!

37.Minute Endlich! Erstmals in diesem Spiel überläuft „der Unbuchstabierbare“ des VfB seinen Gegenspieler, der dadurch erstmals dessen Namenszug erblickt. Nun ist´s vorbei. Fathi wirkt zunehmend entnervt und läßt Groe……Grüa….Graeaoer…..nun ja, „den kurz vor Saisonbeginn gekommenen“, ein ums andere Mal ziehen.

44. Minute Alarm im Strafraum der Hertha. Eine vielversprechende Standardsituation, ein Freistoß am rechten Strafraumeck, läßt die Heimmannschaft erbeben. Grundgütiger! Obwohl im Mauerbau besonders erfahren, schwant der Hertha nichts Gutes. Wer, von all den europaweit Gefürchteten wird ausführen? Vorschlaghämmerle? Zirkel-Ljubo? Kracher-Tiffi? Es ist Sanso-Meira. Nur mit Mühe, rettet sich der Ball in die Arme von Fiedler.

Halbzeit Während aus der Nachbarkabine hitzige Diskussionsfetzen über die neue Armani-Frühjahrskollektion zu vernehmen sind, bleibt Veh, wie immer, sachlich („Ein Auswärtssieg bedeutet Drei Punkte“, „Aus Niederlagen lernen, heißt Siegen lernen“ und „Zvoni, wie sieht´s aus mit meinem Vertrag?“). Ein mißmutiger Magnin kippt Gerber eine Portion Rizinus in den Tee. Ein Eigentor. Noch nie ist Gerber schneller gelaufen, als in der folgenden Halbzeit.

53. Minute Ljuboja, bislang unauffällig, hält den Ball und wartet auf den nachrückenden Soldo.

58.Minute Soldo ist da! Präzise findet das Zuspiel seine Adresse. Der nachfolgende Schuß des VfB-Kapitäns löst Heiterkeit aus.

65.Minute Babbel soll ausgewechselt werden. Fassungslos murmelt Babbel ein ums andere Mal „Ich bin doch fit! Ich bin topfit!“ und räumt wiederwillig seinen Platz für den offensiveren Meißner. Später wird aber klar, Veh wollte mit Meißner neuen Schwung in das Spiel des VfB bringen.

73.Minute Groenkjaer sprintet die Außenlinie bis zur Eckfahne entlang, umrundet sie und spurtet denselben Weg wieder zurück. Szenenapplaus.

81. Minute Gerber, mit seltsam grünlicher Gesichtsfarbe, signalisiert dringenden Auswechslungsbedarf. Die rätselhaften Bemerkungen „Shice, Shice, Shice!“ und „die K…. ist am Dampfen“, deutet Veh als etwas überzogene Selbstkritik („Nananana, war doch ganz OK“).

88. Minute Da! Da ist sie, die Schlußoffensive des Gastes aus dem Südwesten. Meißner setzt sich in Bewegung. Der mittlerweile eingewechselte „Pinocchio“ Gomez, spurtet, wie immer etwas hölzern wirkend, in die Gasse. Ein Traumtor.

90. Minute Schlußpfiff. Berlin war eine Reise wert. Allgemeine Zufriedenheit unter dem VfB-Anhang. Götz weiß: „Es ist schon bitter, gegen einen so schlechtgekleideten Gegner zu verlieren. Und dann auch noch diese Haare!“ Armin Veh, wie immer sachlich analysierend meint dagegen: „Kleider machen keine Punkte.“ Erwin Staudt wirft ein etwas zynisches „Breuninger!“ in die Runde. Abseits der Kameras wird ein intimeres Gespräch zwischen Falko Götz und Soldo registriert „Zvoni, könntest Du Dir vielleicht vorstellen……..“

wie wahr wie wahr….

Sun 26,March,2006 12/52

Quote #20

Filed under: Gmischdes

Unschlagbar: Die taz-Kolumne “verboten” über unseren Reichsapfel: “Heil Hitler, meine lieben Ostlerinnen und Ostler, seit Tagen wird in dieser Kolumne auf dem dicken dummen Sachsenhitler Holger Apfel (33, NPD) herumgehackt. Warum eigentlich? Nun, weil der Mann wie ein Obst heißt. Und Obst redet. Und wie ein Obst aussieht. Sie fragen sich: Soll das jetzt immer so weitergehen? Und: Darf man überhaupt Witze mit Namen machen? Und gackernd über Nazis lachen? verboten meint hackenschlagend: Aber ja doch, Baby! Jawollja! 15 Jahre haben wir unsere guten Solidaritätswitze in den Osten geschickt. Doch Undank war der Zone Lohn. Damit ist jetzt Schluss: Wer Apfel wählt, kriegt Apfel zurück. Heute gleich vier Mal:

  1. Holger Apfel fällt nicht weit vom Stamme der Germanen.

  2. Holger Apfel hat einen Braunstich.

  3. Holger Apfel findet trotz Vitaminen keine Apfelsinen.

Und warum? Weil Holger Apfel einen kleinen Stängel hat.”

Taz vom 23.09.04

RIP Buck Owens

Filed under: Gmischdes, Hörä
Country singer Buck Owens, who had a string of US hit records, has died at the age of 76. Owens, who notched 15 consecutive US country number ones in the mid-1960s, died at home in Los Angeles, his spokesman said. Owens co-hosted US variety TV show Hee Haw from 1969 to 1986 and had hits with singles including I’ve Got a Tiger by the Tail and Love’s Gonna Live Here. The Beatles recorded a cover of his song Act Naturally in 1965. Born in Texas, Owens moved to the Californian town of Bakersfield in 1951 and became associated with the electrified “Bakersfield sound” style. Spokesman Jim Shaw, who played in Owens’ band The Buckaroos, said the singer had “a raw edge”. “I think the reason he was so well known and respected by a younger generation of country musicians was because he was an innovator and rebel,” he said. Recording break In 1992, Owens said: “I’d like to be remembered as a guy that came along and did his music, did his best and showed up on time, clean and ready to do the job, wrote a few songs and had a hell of a time.” After a decade-long break from recording, he released the duet Streets of Bakersfield with Dwight Yoakam in 1988. Owens had surgery for throat cancer in 1993 and was hospitalised with pneumonia four years later. His business interests included TV and radio stations.

Ich kenn ihn zwar nur von den Soundtracks zu Haus der 1000 Leichen bzw TDR, aber allein deswegen ein schwerer Verlust.

Sat 25,March,2006 12/52

Quote #19

Filed under: Gmischdes
(Harzknopf) wenn du besoffen amok läufst: 6 Monate auf Bewährung, aber wehe du kopierst lizensierte Musik (Harzknopf) was is eigentlich, wenn ich besoffen lizensierte musik kopiere?

Quelle

Interessante Idee

ohje vfb

Filed under: VfB

(c) fistblog Mehr kann ma dazu net sagen…naja, 7. immernoch am Uefa-Cup dran, des muss noch was werden hoff

Wa goht’n do mit heise???

Filed under: Gmischdes

Sind die denn total Bleed? (Waldi Waldemar, Spaceballs)

Also ich find des …hm… nicht beschreibbar!

Fri 24,March,2006 12/52

Breeze-Gelände steht & Neue Bands

Filed under: Festivals/Konzerte

Sodele, nach eeeeeeeeeeewigem Warten steht nun endlich das Gelände:

Es befindet sich in Dinkelsbühl

Gelände

Sieht ja schon ganz gut aus. Und vor allem: FLACH! :)

Achja, neue Bands gibts auch noch: Fear Factory

Lacrimosa

Negative

Angel Blake

Scar Symmetry

Ocean

Perzonal War

Quote #18

Filed under: Gmischdes

Wovon Rohlinge träumen Quelle

Wed 22,March,2006 12/52

Quote #17

Filed under: Gmischdes
I am against using death as a punishment. I am also against using it as a reward.
    Stanislaw J. Lec, Unkempt Thoughts
    Polish writer (1909 - 1966)





















Fuck Facism

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